23
Jul
2005

Einflüsse der Mobilfunkstrahlung

Von der richtigen Lebensweise in Zeiten des Mobilfunks

Von Jürgen Dick

Ängste und sogar handfeste Krankheiten, die mancher der Einwirkung elektromagnetischer Strahlung zuschreibt, können durch eine Umstellung der Lebensweise und durch eine Umkonditionierung der Psyche verhindert werden. Diesem Aspekt gibt der mobilfunkkritische Wissenschaftler Dr. Ulrich Warnke in einer Veröffentlichung ein beachtenswertes Gewicht. Er sieht einen biologisch-physikalisch erklärbaren Zusammenhang zwischen persönlicher Einstellung und der schädlichen Wirksamkeit von Funkwellen gegeben.

In den Reihen der Mobilfunkkritiker ist Dr. Ulrich Warnke in den letzten Jahren in den Rang eines wissenschaftlichen Kronzeugen aufgestiegen. Einschlägige Webseiten und Newsletter verweisen auf seine Veröffentlichungen zum Thema. Warnke hat an der Universität des Saarlandes in Technischer Biomedizin, Umweltmedizin, klinischer Ökologie, physiologischer Psychologie, Psychosomatik und Präventivbiologie doziert. Er forscht seit 1969 auf dem Gebiet "Wirkungen elektromagnetischer Schwingungen und Felder, einschließlich Licht, auf Organismen". 1989 übernahm er die Leitung der Arbeitsgruppe Technische Biomedizin, die sich die Aufgabe gestellt hat, die "Neue Physik" der Quantenmechanik auf die Phänomene des Lebens (insbesondere der Physiologie, Biologie und Medizin) anzuwenden. Dabei ergebe sich eine neue Sichtweise auf den Organismus, mit überraschend neuen Ansätzen für die Wirkung von Schadstoffen, für Therapien und Vorsorgemaßnahmen.

Warnke kritisiert die Verbreitung der Mobilfunktechnik mit nachdrücklicher Vehemenz. Es geht ihm wie anderen Kritikern darum, dass die Einführung dieser Technik unter präventiven Gesichtspunkten zu erfolgen hat, mit schärferen Grenzwertregelungen als bisher üblich.

Insbesondere sei die heute in Deutschland gültige Grenzwertempfehlung der internationalen Strahlenschutzkommission viel zu hoch angesetzt. Warnke verweist in einer Veröffentlichung auf das Ergebnis von Studien, die das Ansteigen von Krebs mit dem zunehmenden Einsatz von Funktechnik seit Anfang des Jahrhunderts in Zusammenhang bringen. Interessanterweise berichtet Warnke über einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Haut-Melanomen und Funkwellen. Hautkrebs und Melanombildung wird aber immer wieder mit der Einwirkung von UV-Strahlen in Verbindung gebracht, wobei die Zunahme der Urlaubsreisen in heiße Länder eine Rolle spielen dürfte.
Warnke drückt sich nicht vor dem Widerspruch, dass es auf der einen Seite Menschen gibt, die sich durch Mobilfunk beeinträchtigt fühlen oder erkranken, und auf der anderen Seite auch solche Leute, denen Mobilfunkwellen eben nichts anhaben. Diese Nicht-Reproduzierbarkeit macht die Beweisführung einer eindeutigen Schädlichkeit von Mobilfunkwellen so schwierig. Man müsse aber die unterschiedliche Ausgangssituation des einzelnen Menschen beachten. Individuen seien eben verschieden anfällig für "Kommunikationsstrahlung". Dies sei durch unterschiedliche Lebensweisen bedingt. Übersäuerung im Zellstoffwechsel, Mangel- und Fehlernährung, zu wenig Bewegung begünstigen die Entstehung körpereigener "NO-Radikale" - ein Effekt, der andererseits auch durch magnetische Felder bewirkt und verstärkt werde.

Da der gesunde Körper stets eine ausgewogene Balance bei der Bildung und Reduzierung der körpereigenen NO-Radikale anstrebe, müsse der einzelne Mensch seinen Körper durch ausgewogene, mineralstoffreiche Ernährung und Bewegung unterstützen. Anderenfalls leide der Körper Mangel und werde dadurch erst anfällig für die Einwirkung von Mobilfunkstrahlung.

Der vorhandenen Strahlung müsse darüber hinaus die "Aufmerksamkeit entzogen" werden, so Warnke. Menschen, die in permanenter Angst vor Strahlung leben, würden sich nämlich einer schädlichen "Konditionierung" unterziehen. Dadurch "erlerne" der Körper automatisch Funktionsstörungen, die sich später in Krankheiten oder Unwohlsein ausdrückten. Diese "Konditionierung" könne somit fortwirken, auch wenn gar keine aktuell wirksame Strahlung vorhanden sei. Warnkes konkrete Ratschläge, um dies zu verhindern, sind nicht spektakulär. Man solle die "Tapeten wechseln", man solle eine "Wohlfühl-Umgebung" aufsuchen, Spaziergänge unternehmen und entspannende Literatur genießen - was somit der Psycho-Hygiene dient, klingt eigentlich nach ganz gewöhnlichen Urlaubs- und Wellness-Empfehlungen.

Die Frequenzen der elektromagnetischen Funkstrahlung seien rein energetisch nicht in der Lage, den Körper dauerhaft zu schädigen - solange keine Vorschädigung vorliege. Der Körper sei also fähig, so erzeugte Schädigungen zu reparieren.

Nun plaziere aber die Strahlung nicht nur zusätzliche Energie in den Körper, sondern sie "codiere" darüber hinaus auch die Substanzen in den Körperzellen. Um sich davor zu schützen, könne sich der Geschädigte das Heil- und Abwehrpotential seiner Psyche zunutze machen:

"Wäre der Körper nicht vorgestresst und ausgeglichen, dann wäre die Psyche auch nicht bereit, die Information aufzunehmen, dann würde die Information der Strahlung unterschwellig bleiben und keinerlei Störungen zulassen", so Warnke.

Wer sich dagegen seinen Strahlungsängsten hingebe, der laufe in einen Teufelskreis hinein. Denn nun bemerke die Person die Funktionsstörungen "und konzentriert selbstverständlich die Aufmerksamkeit darauf", so der Autor. Der Auslöser der Beschwerden, also in diesem Fall die Strahlung, werde "gesucht und gefunden". Daraufhin werde dem Auslöser "Sinn und Bedeutung" erteilt: "und damit bricht ein Damm und die Person leidet intensiv." Mehr noch: Gleichzeitig würden alle Umweltreize intensiv beachtet und negativ belegt, was massive Funktionsstörungen nach sich ziehe.

So kommt Warnke zu der erstaunlichen Schlussfolgerung: die "vermeintlich schädigende Strahlung" könne man "dadurch unwirksam und unschädlich machen, indem man dieser Strahlung nicht die Beachtung schenkt und nicht die Schädlichkeit zuspricht, die man vorher unterstellt hat." Und weiter: Eine nicht als schädlich angesehene Strahlung, deren Intensität im Energiebereich unterhalb der Gammastrahlung angesiedelt ist, könne in einem gesunden Körper "keine länger andauernden Schädigungen ... auslösen". Dazu würden nämlich "alle durch die Strahlung ausgelösten Funktionsstörungen bei neutral eingestellter Psyche und sonstiger Gesundheit umgehend repariert bzw. gegenreguliert, wie die natürliche Dunkel-Reparatur der DNA zeigt, die sehr wirksam Nacht für Nacht abläuft und alle Radikale- Schädigungen neutralisiert", wie der Autor präzisiert.

Wer sich also den schädlichen Handy-Sendemast ständig ins Bewusstsein ruft, unterstützt folglich den Prozess, der die Erkrankung auslöst, weil er seine Psyche mit dem täglichen, verbitterten Blick auf den Sender immer wieder "konditioniert“.

Damit wäre dann also jeder einzelne gefordert, sein eigenes Verhalten zu überprüfen: Forciert er durch eine einseitige psychische Fixierung, zum Beispiel auf einen Sendemast (oder, auch denkbar, auf ein gänzlich anderes Objekt - den bösen Nachbarn, das vermutete Gift in der Nahrung, den Staub im Haus...) sein eigenes permanentes Unwohlsein, eine permanent schlechte oder gar aggressive Stimmung?

Betreibt er eine einseitige Ernährung, verzehrt er zum Beispiel übermäßig viel fette Nahrung, zu viel Zucker, zu viel Weißmehl und raffinierte Produkte, denen wichtige Spurenelemente und Mineralien fehlen?

Gönnt er seinem Körper wirklich das notwendige Maß an Bewegung, für das dieser Körper dereinst im Verlauf der Evolution "konstruiert" worden ist? Führt er seinem Körper zu wenig Wasser zu? Solch falsche Lebensweisen begünstigen letztlich den Zusammenbruch der Immunabwehr des Körpers. Der wird dann umso eher anfällig für Fremdeinflüsse, wie eben zum Beispiel die Kommunikationsstrahlung aus Handys und Sendestationen. Wobei auch klar wird, daß ein alleiniger krankheitsverursachender Faktor in den meisten Fällen schwer zu indentifizieren ist und sein wird.

So besehen, stellt sich die Frage nach einer verantwortlichen Lebensweise, die eine gegenüber der Umwelt, gegenüber dem Mitmenschen, wie gegenüber dem eigenen Befinden achtsame Lebensweise sein muss. Eine Lebenseinstellung, die auf einseitige Sichtweisen, monokausale "Erklärungen" und Schuldzuweisungen setzt, ist in nicht geringem Maß der eigentliche Auslöser vieler der uns heute bekannten Zivilisationskrankheiten.

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Nabach - 16. Jan, 13:30

Sehr Guter Bericht zum Thema

Das Problem bei so genannten Mobilfunkkritiker ist die einseitige Haltung!

Kritik = negativ!

Wie im Bericht schon dargestellt, ist oft auch das Problem bei der Einstellung zum Thema.

Ängstliche Menschen lassen sich auch durch teilweise gezielte Falschinformation beeinflussen.

Z.B. der Sendemast vor der Haustüre. täglich vor Augen und somit ein sichtbarer Gegner!

Im Bruchköbeler Kirchturm war vielen dies nicht bewusst, das dort eine Sendeanlage betrieben wird, bis die Mobilfunkkritiker dies offenbarten.

Aus meiner Sicht ist der Sender in den Wohngebieten das kleinere Übel, denn die dadurch kleineren Funkzellen, ist auch aus technischen Gründen die Funkleistung kleiner, damit in den Wabenstrukturen der Funkzellen Verteilung, keine Überreichweite die übernächsten Funkzellen stört.

Als Nebeneffekt regelt sich beim Handy die Sendeleistung auch herab!

Wenn nun die Sendeanlagen um die Wohngebiete installiert werden würden, wäre die Funkzelle zu groß und müsste dann mit entsprechend hoher Leistung, in das innere der Wohngebiete strahlen, was für die Anwohner im Randbereich in Richtung der Sendeanlage, eine weitaus höhere Strahlenbelastung bedeutet, als diejenigen, die in direkter Nachbarschaft von Sendeanlagen innerhalb der Wohngebieten leben.

Neben dem Nachteil der Großen Funkzelle für die Erreichbarkeit (Fachbegriff: Erlang), haben auch die Handys den Nachteil, das diese mit voller Sendeleistung aus dem Wohngebiet zur Sendeanlage außerhalb des Wohngebietes senden müssen!

Haben die Gegner der Sendeanlagen in Wohngebieten auch einmal darüber nach gedacht?

Frank Breitenbach
Bruchköbel

Ich stehe auch kritisch zum Thema Mobilfunk in Wohngebieten, aber mit dem Bedacht, das hier mit der richtigen Informationspolitik nicht nur Meinungsmache zum Thema gemacht werden sollte!

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