<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://juergendick.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://juergendick.twoday.net/">
    <title>der juergendick weblog (Kultur+Gesellschaft)</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/</link>
    <description>Kultur+Gesellschaft</description>
    <dc:publisher>JuergenD</dc:publisher>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:date>2007-02-26T03:37:08Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    <cc:license rdf:resource="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/" />

    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/juergendick/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/3365654/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/1114446/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/1018742/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/999178/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/985879/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/966711/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://juergendick.twoday.net/stories/832677/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/juergendick/images/icon.jpg">
    <title>der juergendick weblog</title>
    <url>http://static.twoday.net/juergendick/images/icon.jpg</url>
    <link>http://juergendick.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/3365654/">
    <title>&quot;Oscar&quot; für D...!</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/3365654/</link>
    <description>Wow, du glaubsesnich... &quot;Das Leben der Anderen&quot; hat soeben einen Oscar für den &quot;Besten Film in fremder Sprache&quot; erhalten...!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich hab&apos; ihn mir noch nicht mal angeguckt. Das hat man davon, wenn man Kritiken liest. Jetzt kann ich nur auf die Programmkinos in unserer Gegend hoffen....</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-26T03:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/1114446/">
    <title>Frauenliteratur im Film</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/1114446/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Stolz und Vorurteil&quot;, das neue Remake: Sehenswert&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von Jürgen Dick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film vermittelt einen ironischen Blick auf die Praxis der Ehe-Arrangements in der feineren Gesellschaft zur Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Diese Ironie wird vor allem in Gestalt der Mutter der fünf Bennet-Töchter in die Handlung eingebracht. Die Mutter (gespielt von Brenda Blethyn, an der Seite von Donald Sutherland als warmherziger Vater Bennet) ist sowohl Coach als auch Gegenspielerin ihrer Töchter, welche natürlich ihre eigenen Flausen im Kopf haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebes- oder Zweckheirat, beide Modelle illustriert der Film am Beispiel der unterschiedlichen Eheanbahnungsgeschichten der Bennet-Töchter. Komische, tragische, auch burleske Verwicklungen geben dem Film Tempo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist für eine vom sozialen Abstieg bedrohte Familie von eigentlich höhergestelltem Geschlecht eine Frage von existenzieller Bedeutung, dass die Töchter unter die Haube kommen. Es gilt, die Kinder durch erfolgreiche Einheirat gesellschaftlich und finanziell abzusichern. Diese Zustände piekste Jane Austen in ihrem Roman Pride and Prejudice ironisch und gesellschaftssatirisch auf. Sie stellte darin ihre quirlige Protagonistin Elizabeth den Zwängen der Vermittlungsheirat gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elizabeth, die Zweitälteste der Bennet-Töchter, macht es anders als ihre Schwestern, durchbricht die Vorgaben ihrer Mutter und sucht sich ihren Schwarm ganz auf eigene Faust aus. Der trägt in diesem Fall den Namen Mr. Darcy (kühl interpretiert von Matthew MacFadyen), ist reich und gutgestellt, und es ist Teil der Geschichte, dass er Abschied von seinen arroganten Moralvorstellungen nehmen muß, um der Liebe fähig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfach nur entzückend (und im Film zentral in Szene gesetzt, mit vielen Großaufnahmen) tritt Keira Knightley als Elisabeth auf. Als so eine Art Wynona-Ryder-Typ ist sie schon alleine den Kinobesuch wert. Vom zerknautschten Ingrimm bis zum blitzenden Schalk in den Augen: die Betrachtung dieses interessanten Antlitzes wird den ganzen Film über nie langweilig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lobenswert, dass die Regie historische Korrektheit walten liess und bei der Kostümierung allzu grellbunten Details, denen man die Industriefertigung des 20. Jahrhunderts angesehen hätte, entsagt hat. Selbst die Hauptdarstellerin darf auf einen modernen Push-Up dort verzichten, wo aus Gründen der historischen Authentizität nun mal schlicht und einfach keiner hingehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche der im Film vorgetragenen weiblichen Stoßseufzer über die Männer klingen übrigens gar nicht viel anders als die Bezeugungen heutiger, moderner Frauen über die Männer. Kein Wunder also, dass der Film vor allem Frauen interessiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film-Mr. Darcy ist, unbefangen betrachtet, ein recht moderner Typ - er würde im heutigen urbanen Miteinander gar nicht besonders auffallen. Er sieht durchschnittlich aus, will nicht tanzen, kann nicht besonders gut über seine Gefühle reden und hat, wie alle Männer, ganz furchtbar große Schwierigkeiten damit, sich zu binden. Die moderne Frau trifft solche Mr. Darcys heutzutage auf Schritt und Tritt. Wir lernen im Film: Es kommt eben darauf an, solche Männer aufzutauen. Dazu bedarf es weiblicher List und Strategie. Das Thema Finde den Richtigen! hat also etwas ganz und gar Zeitloses. Und so darf man denn wohl auch in den nächsten Jahrzehnten mit weiteren zeitgenössisch gefärbten Remakes dieses Jane-Austen-Evergreens rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EMPFEHLUNG: Schöner Film, gute Darsteller, nicht recht spannend für uns Buben zwar, aber jedenfalls ein tolles Geschenk an die Angebetete. Am Ende der Vorstellung fällt einem auf, dass man mit mehr als 90% Frauenanteil im Kino gesessen hat. In meiner Vorstellung war ein einziger weiterer Mann im Saal. Beim Aufstehen trafen sich unsere Blicke. Nur kurz. Wir haben beide sogleich verlegen woanders hingeguckt.</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2005-11-02T22:26:16Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/1018742/">
    <title>Japan Horror ist wie Steven King</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/1018742/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die Einsamkeit der Alleinerziehenden&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frischgebackenen Alleinerziehenden Dahlia (Jennifer Connelly) droht in dem Film &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.filmfacts.de/film/gastkritik/darkwater_juergen.htm&quot;&gt;&apos;Dark Water - Dunkle Wasser&apos;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; nach der Trennung von ihrem Mann der soziale Abstieg. Mit ihrer kleinen Tochter Ceci muss sie in eine Wohnung in einem armen Viertel ziehen. Im neunten Stock eines abgewirtschafteten Hauses richtet sie sich mehr schlecht als recht ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aller Anfang ist mühsam: Das anfangs widerspenstige Kind muss in der Schule angemeldet werden, ein Job muss her, der Kindsvater meldet Ansprüche wegen des Sorgerechts an, und zu allem Übel gestaltet sich das soziale Miteinander im neuen Haus schwierig. Jugendliche Rüpel treiben ihr Unwesen im Haus, und weder der verschlagene Hausmeister noch der Vermieter zeigen sonderliches Interesse, als Dahlia die Probleme mit dem Wasser reklamiert, das in ihrem Schlafzimmer von der Decke tropft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fragile Lebenssituation der jungen Mutter spielt sich in einer Umgebung ab, die Klaustrophobieängste wecken kann. Dunkle Flure, verwahrloste Kellerräume, ein schrottreifer Fahrstuhl, eine Atmosphäre der Enge und des Halbdunkels illustrieren den ganzen Film hindurch konsequent die Bedrohung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus entwickelt sich eine klassische Spukgeschichte, die zunächst einmal keine sonderlichen Überraschungen bietet. Der Aufzug, der stehen bleibt, wo er&apos;s nicht soll; Schritte im leeren Obergeschoss; nächtliche Flüsterstimmen; und dazu die allerdings nicht konsequent genug herausgearbeitete Verdrängungsgeschichte der Hauptakteurin lassen den Film vorhersehbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Filmstory findet ihre Lösung in der Selbstaufgabe der Hauptperson, was für den Zuschauer deswegen frappierend ist, weil die Einfallslosigkeit überrascht. Man mag vermittels des ausbleibenden Happy-Ends den Einfluss des Japan-Horror-Subgenres am Wirken sehen. Andererseits ist der Schluss letztlich doch wieder typisch für einen Horrorstreifen US-amerikanischer Prägung: Dahlia, so ebenholzmäßig schön sie uns auch den ganzen Film hindurch zu bannen vermag, erweist sich zum Ende als Verliererin - der Ergründung und Bewältigung ihrer eigenen, ohnehin nur recht plump vermittelten seelischen Verstrickung nicht gewachsen. Der Held im US-amerikanischen Horrorkino schafft es entweder, seinen inneren &quot;Boogeyman&quot; zu überwinden, oder er muss sich selbst als Opfer darbringen. Der Dahlia in &quot;Dark Water&quot; ist die letztere Variante zubestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem: &quot;Dark Water&quot; ist ein spannender Film, bei dem man über mangelnde Stringenz in einigen Handlungsdetails gerne hinwegsieht. Die Geschichte wird konsequent aus der Perspektive der Protagonistin heraus entwickelt. Details, die für den Verlauf der Story an sich unwichtig sind, verstärken das Bild einer nicht fassbaren Bedrohung. Der Anwalt, der ein Familienleben vortäuscht; der Vermieter, den ein Wasserrohrbruch nicht kümmert; der Hausmeister, der etwas Schreckliches verheimlicht - in Dahlias Umfeld tauchen nahezu ausschließlich zerrissene Charaktere auf, deren eigene Geschichten jedoch kein Eigenleben entwickeln. Die Außenwelt ist dafür da, Dahlias Inneres zu skizzieren  dort drinnen ist etwas unrettbar verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das &quot;Dunkle Wasser&quot;? Hätte es gar nicht gebraucht. So viel (neudeutsch:) &quot;Soziale Kälte&quot;, wie dieser Streifen dem Zuschauer zumutet, ist eigentlich schon Horror genug. Szenen von Toiletten, aus denen das braune Wasser empor sprudelt, wären da nicht wirklich nötig gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EMPFEHLUNG: Sehenswert! Ein gepflegter Psycho-Thriller mit Horror-Elementen. Wenn man das dunkle Kino endlich wieder verlassen darf, atmet man erstmal tief durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dark Water - Dunkle Wasser&lt;br /&gt;
(Dark Water)&lt;br /&gt;
USA 2005</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-30T05:50:02Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/999178/">
    <title>Die weisse Massai. Der Film.</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/999178/</link>
    <description>&lt;b&gt;Szenen einer Ehe&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von Jürgen Dick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer partout nichts Neues sehen oder gar erleben will, für den/die ist &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.filmfacts.de/film/gastkritik/die_weisse_massai_juergen.htm&quot;&gt;&apos;Die weisse Massai&apos;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; der richtige Film.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein konventioneller Film. Exotik. Erotik. Blondes have more fun. Ein Film, der bestenfalls als &lt;i&gt;&quot;wunderschön fotografiert&quot;&lt;/i&gt; in die Annalen eingehen wird. Das ist schon vielen Filmen passiert, über die einem sonst nicht viel eingefallen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&apos;Die weisse Massai&apos;&lt;/i&gt; lebt, soviel muss erwähnt sein, von der interessanten Leistung der Hauptdarstellerin Nina Hoss. Die Totalen, in denen ihr Gesichtsausdruck wirkt, sind das Beste an dem ganzen Streifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für &lt;b&gt;Männer&lt;/b&gt; ist der Film insofern unbefriedigend, als man darin einfach niemanden zum sich-Identifizieren aufzufinden vermag. Der Massai-Lover, dessen Charakter und Seelenpein konsequent aus der Frauenperspektive her übermittelt werden, dreht im Verlauf des Films immer mehr durch (fängt an zu saufen, verfällt dem Eifersuchtswahn usw.). Nicht wirklich der Held, wie wir Jungs ihn uns gewünscht hätten. So gehen wir schon lange nicht mehr mit unseren Frauen um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ganz schlüssig ist die Muttertier-Rolle der Nina Hoss, die Bindung zu dem gemeinsamen Kind bleibt ein bißchen zu unterkühlt. Das Kind ist halt einfach da, das wirkt nicht authentisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt könnte man dem Film natürlich diverse &lt;b&gt;Parabeln&lt;/b&gt; entnehmen: z.B. diejenige, nicht ganz taufrische, auf die Ankunft des kapitalistischen Handels und Wandels in einer althergebrachten Kultur, welche Letztere es natürlich in ihren Grundfesten zersplittern muß, sobald eine Feministin mittendadrin einen Kolonialwarenladen eröffnet. Die Ehemänner rasten aus, die Familien zerfallen, alle fangen an, einander zu betrügen. Vorher war alles in Ordnung, alles hatte sich bis dato bequem in Ziegen abrechnen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder diejenige auf &lt;b&gt;das grundsätzliche Nichteinanderverstehenkönnen der männlichen und der weiblichen Seite:&lt;/b&gt; Letztlich versiegt alle Männlichkeit vor dem erwachenden Bewusstsein der weiblichen Seite, aber das Weib bleibt wiederum mit seinem erwachten Bewusstsein auch wieder getrennt vom Manne. Der ewige Konflikt. Selber schuld, Weib. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser ist es allerdings, man rückt dem Film nicht allzu tiefschürfend zu Leibe. Es kommt nix richtiges bei &apos;raus. Aber die Frau Hoss ist den Film denn doch wert, der Trostpreis sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und: In afrikanischen Kinos gebe ich dem Streifen durchaus gute Chancen. Man sollte ihn dort jedoch unter dem Titel &lt;i&gt;&apos;Verliebt in eine Hexe&apos;&lt;/i&gt; vermarkten. Aber ich weiss nicht, ob dieser Hinweis unter dem Blickwinkel der political correctness eine gute Idee ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Empfehlung:&lt;/b&gt; Kann man. Muss man nicht. Und, Pluspunkt: In diesen Film können Sie unbesorgt mit Ihrer Frau reingehen. Vielleicht sollten Sie sogar mal wieder. So besehen, ist &apos;Die &lt;i&gt;weisse Massai&apos;&lt;/i&gt; eine Gelegenheit. Danach dann ein Rotwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weisse Massai &lt;br /&gt;
Drama&lt;br /&gt;
D 2005&lt;br /&gt;


&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-22T21:37:37Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/985879/">
    <title>Verschachtelt, aber fad: &quot;Verliebt in eine Hexe&quot;</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/985879/</link>
    <description>&lt;b&gt;Das Remake im Remake - eigentlich eine gute Idee...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von Jürgen Dick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee, die dem Film &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.filmfacts.de/film/gastkritik/verliebt_in_eine_hexe_juergen.htm&quot;&gt;&apos;Verliebt in eine Hexe&apos;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; (Bewitched, USA 2005) seine eigentliche Struktur verleiht, ist ein Konzept mit mehreren Identitäts- und Realitäts-Ebenen. Nicole Kidman und Will Ferrell spielen in diesem Remake-Movie der alten US-Fernsehserie gleichnamigen Titels folglich Schauspieler, welche wiederum innerhalb der Filmhandlung an einem Remake der TV-Serie arbeiten. Und die Kidman, die als sympathisch-launische Hexe auftritt, muß zwar innerhalb der Filmhandlung ihre Hexen-Identität verbergen, nimmt aber ausgerechnet eine Rolle als Hexe an der Seite ihres Filmpartners Will Ferrell an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bloßes Remake als Remake im Remake zu konzipieren - das ist ja im Grunde reizvoll und begegnet jedenfalls dem Vorwurf, bei Verliebt in eine Hexe könne es sich doch bloß um ein X-tes olles Hollywood-Remake handeln, zunächst mal auf eine charmante Weise. Und jetzt müsste man sich nur einmal vorstellen, so einen Film, mit einem solchem Potential für Verwicklungen, hätte Billy Wilder in seinen späteren Werkjahren gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat er aber leider nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regisseurin (und Drehbuchautorin) Nora Ephron lässt ihre Schauspieler, zu denen übrigens auch Shirley MacLaine gehört, auf schrillen Slapstick setzen, wo Ironie und subtiler Doppelsinn zu besseren Ergebnissen hätten führen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir glauben es ja alle spätestens nach dem ersten Auftritt des Hauptdarstellers, dass Will Farrell einen überdrehten und narzisstischen Schauspieler zu geben hat, der nicht wahrhaben will, dass seine besten Zeiten vorbei sind. Vom übertriebenen Luxuswohnwagen bis hin zum persönlichen Namensschild am Fahrrad wird auch in der klitzekleinsten Szene nicht darauf verzichtet, diesen blinden Trottel so plakativ und unübersehbar wie nur irgend möglich als den blinden Trottel vorzuführen, der er nun mal im Film zu sein hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles wirkt ein bisschen so aufdringlich wie ein Witz, der einem schon mit dreizehn Begleitkommentaren erläutert worden ist, noch bevor die Pointe überhaupt erzählt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicole Kidman ist als Hexe anfänglich reizend, da erinnert sie ein wenig an die Monroe in deren Komödien. Und in den ersten Minuten persifliert der Film die Tagträume der Desperate Housewives, das cleane Leben in der beschaulichen amerikanischen Vorstadt, wo die sündhaft teuren Wohn-Accessoires so selbstverständlich zum Leben gehören, als wären sie hingezaubert worden... der Einstieg, das ist eigentlich die beste Sequenz des Films. Die Kidman als verwöhntes Hexchen, dem Konsumrausch ergeben. Ja, Hexen dürfen sowas: kaufsüchtig sein, ohne jemals einkaufen gehen zu müssen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann verflacht diese Junggeselle-muss-seine-Lektion-lernen- Geschichte mit erstaunlicher Konsequenz. Spannung will sich nicht einstellen, man staunt vielleicht noch ein bisschen über die konsequent umgesetzte Barbie-Kultur, die dieser Film ja womöglich so nebenbei ein bisschen persiflieren will, ohne einem solchen Anspruch allerdings gerecht werden zu können. Überraschungen bleiben allerdings Fehlanzeige, und wer von einer Hexen-Komödie etwa so etwas Altmodisches wie subtilen Witz, Ironie, Verwechslungskomik oder gar Dialoge mit Esprit erwartet, der wird hier brutalstmöglichst enttäuscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schade eigentlich. Das Konzept mit seiner Handlungs- und Identitätsverschachtelung hätte mehr verdient gehabt. Man sollte den Stoff für ein Remake vormerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Empfehlung:&lt;/b&gt; Bestenfalls auf die DVD warten, und hierbei auf das Sonderangebot. Aber eigentlich ist der Film was fürs TV. Die Werbeeinblendungen könnten ihm das vorantreibende Element einhauchen, welches ihm in der Kinofassung leider abgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt in eine Hexe&lt;br /&gt;
(Bewitched)&lt;br /&gt;
USA 2005

&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-18T15:38:05Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/966711/">
    <title>Nicht wirklich ein Kinoereignis: Land of the Dead</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/966711/</link>
    <description>&lt;b&gt;Zivilisationsauflösendes Gedärmeverschlingen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von Jürgen Dick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätvorstellung den Romero &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://http://www.filmfacts.de/film/gastkritik/land_of_the_dead_juergen.htm&quot;&gt;&quot;Land of the Dead&quot;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; gesehen, weil: es ist ein &lt;i&gt;Romero&lt;/i&gt;. Wenn man das Romero-Frühwerk &lt;i&gt;&quot;Night of the Living Dead&quot;&lt;/i&gt; kennt, den &lt;i&gt;eigentlichen&lt;/i&gt; Horror-Kultfilm-Erstling, dann erweist sich &lt;i&gt;&quot;Land of the Dead&quot;&lt;/i&gt; als enttäuschend, wenngleich es wohl auch schon schlechtere Fortsetzungen gegeben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber an die Klasse des Ursprungsfilms reicht &lt;i&gt;&quot;Land of the Dead&quot;&lt;/i&gt; nicht heran. Seinerzeit, 1968, war der Schluß-Schock wohl die Schlüsselszene schlechthin: der farbige Kämpfer wird von den weißen Sheriffs rücksichtslos, unterschiedslos abgeknallt wie die Zombies zuvor, wird somit Letzteren gleichgestellt, in den Augen der rassistischen Sheriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Land of the Dead&quot;&lt;/i&gt; versucht sich in manchen Momenten auf ebensolche Analogien auf die Rassenfrage (der geistig erwachende &apos;Next-Generation&apos;-Zombie-Leader ist ein Schwarzer, er wirkt bisweilen wie ein Führer der Unterdrückten) oder auf die terroristische Bedrohung und die damit verbundene Paranoia, und man kann dem Film wahrscheinlich ohnehin ein ganzes Sammelsurium an Parabeln auf die heutige amerikanische Gesellschaft entnehmen bzw. andichten, inclusive aller möglicher Anspielungen auf sonstwelche amerikanische Obsessionen. Die Zentrale der Mächtigen und Korrupten ist beispielsweise ein Turm, der dem Empire State Building ähnelt, und es sieht eine Zeitlang so aus, als ob ein Raketenanschlag auf das Gebäude bevorsteht... &quot;9/11&quot; lässt grüßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Film bleibt trotzdem irgendwie fade. Die Dramaturgie hat etwas Zwangsläufiges, Überraschungen bleiben aus. Immer wieder gibt es effektvolle Metzelfilm-Sequenzen zu sehen, bei deren Anblick dem Kenner gewahr wird, daß die filmtechnische Unschärfe des zivilisationsauflösenden Gedärmeverschlingens, wie es Romero-Zombies nun mal praktizieren, in der seinerzeitigen Schwarzweiss-Version jenen verstörend-&apos;dokumentarischen&apos; Charakter hatte, der diesem neuen, technisch einwandfreien Film einfach abgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Zombies, die Mallbesucher auffressen, eine Anspielung auf Selbstmordbomber, die sich in Supermärkten in die Luft jagen? Im Spiegel einer solchen Fragestellung trifft jedenfalls &lt;i&gt;&quot;Land of the Dead&quot;&lt;/i&gt; den Kinobesucher nicht mehr so unvorbereitet, wie es einst, &lt;i&gt;&apos;68&lt;/i&gt;, zur Flower-Power-Zeit, &lt;i&gt;&quot;Night of the Living Dead&quot;&lt;/i&gt; noch vermocht hat. Die Zeiten, der Zeitgeist, sie haben sich geändert, mecht ma sogn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Held: ist, leider, leider mal wieder, ein moralisch sauberer und deswegen grundlangweiliger amerikanischer Holzschnitt-Held, der wie alle echten Helden nur tötet, wenn es unbedingt sein muss, und selbstverständlich auch nur die, die es verdienen oder denen sonst Schlimmeres gedroht hätte - auch dies ein deutlicher Bruch zum 68er Film. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende erkennt der Held, was uns Irdene eint: Menschen und Zombies wollen eigentlich nur &quot;irgendwo hin&quot;, sind auf der Suche nach einem warmen Plätzchen, auf dieser kalten Welt... nun müssten bei uns Zuschauern wohl die Tränen kullern, jedoch, uns beschleicht lediglich eine Ahnung: womöglich sind sie schon dabei, die 26-teilige, eingeweidefreie TV-Serie zu produzieren, frei ab 10 Jahren, und das hier war in Wirklichkeit nur der Trailer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Empfehlung:&lt;/b&gt; Kann man gucken, aber danach sollte noch was folgen, damit der Abend rund wird. Wenigstens ein, zwei Bier mit einem netten Kumpel. Und lassen Sie Ihre Frau zuhause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Land of the Dead&lt;br /&gt;
USA/CAN/FR 2005

&lt;hr /&gt;</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-11T14:49:11Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juergendick.twoday.net/stories/832677/">
    <title>&lt;b&gt;Der Katastrophenfilm als Familienaufstellung&lt;/b&gt;</title>
    <link>http://juergendick.twoday.net/stories/832677/</link>
    <description>&lt;b&gt;Hellinger,  Spielberg und die wahren Werte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von Jürgen Dick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen als Familienaufstellungen bekannt gewordenen systemischen Inszenierungen lässt der autodidaktische Therapeut Anton Bert Hellinger seine Klienten ihre Familien (ja:) aufstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufstellen - das bedeutet, dass ein Klient während einer solchen Therapiestunde aus dem Publikum heraus Stellvertreter für Menschen auswählt, deren Beziehungen zueinander verdeutlicht werden sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Personen werden stehend zueinander ausgerichtet, in Positionen, welche nach Ansicht des aufstellenden Klienten den untereinander wirksamen sozialen und persönlichen Beziehungen der aufgestellten Personen entsprechen. Ein Teilnehmer wird zum Beispiel die von ihm erwählten Stellvertreter seiner Eltern neben- oder auch hintereinander aufstellen, je nachdem, wie er die Beziehung einschätzt, die beide Personen zueinander haben. Anschließendes Herumprobieren an der gewählten Positionierung führt schließlich zu einer Variante der Aufstellung, die gerne im Sinne einer Lösung aus familiären Verstrickungen gedeutet werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar nicht überliefert, aber auch nicht rundheraus auszuschließen, dass Hellinger die Idee zu dieser in Fachkreisen umstrittenen Therapiemethode beim Betrachten von Schlußszenen amerikanischer Publikumsfilme gekommen sein könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders gelungenes Anschauungsbeispiel dafür, was Familienaufstellung im Grunde sein soll, kann in dem derzeit populären Blockbuster Krieg der Welten des amerikanischen Ausnahmeregisseurs Steven Spielberg betrachtet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Krieg der Welten&quot;&lt;/b&gt; - dieser über 130 Millionen Dollar teure, monumentale Science-Fiction-Katastrophenfilm ist vordergründig eine Geschichte um die Eroberung der Welt durch fremde, übermächtige Eindringlinge, gegen die kein irdisches Kraut gewachsen scheint. Die ursprünglich von H.G. Wells geschriebene Geschichte bildet jedoch bei genauerer Betrachtung nur die Staffage für die eigentliche Story des Films, in deren Mittelpunkt der Hafenarbeiter Ray steht, ein verantwortungsloser Hallodri, den seine Frau verlassen hat, und der seine beiden Kinder nur widerwillig und unvorbereitet für ein Wochenende zu sich nach Hause aufnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ray ist ein Typ, auf den sich weder sein Chef noch seine (bereits wiederverheiratete) Ex verlassen können. Schlimmer noch, er ist kein richtiger Dad für seine beiden Kinder, den spätpupertär widerspenstigen Problemfall Robbie und dessen knallscharf intelligente jüngere Schwester Rachel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Ray, der Versager, lernt, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen, braucht es nun eine rundherum radikal in Szene gesetzte Invasion brutaler Ausserirdischer, welche Rays ohnehin instabile, auf dem Sand jugendlicher Illusionen gründende Welt buchstäblich dem Erdboden gleichmachen  ein Vorgang, der den Looser Ray zum Aufwachen zwingt und damit schließlich zur Übernahme der persönlichen Verantwortung für das leibliche und seelische Wohl seiner Kids  womit das eigentliche Happy End des Films beschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat uns die anfängliche Einblendung von Rays Patchwork-Family noch einen unbeholfenen Ray vorgeführt, dem sein mit ihm im Dauerkonflikt befindlicher Sohn den Gruß verweigert und dessen schwangere Exfrau ihm noch nicht mal das Tragen eines Koffers zutraut, so erleben wir in der Schlußszene, nach allen nur erdenklich durchstandenen Katastrophenängsten, die perfekt inszenierte Visualisierung einer familiären Versöhnung - das beinahe biblisch anmutende Bild einer Erlösung: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ray bringt die Tochter, um deren Leben er so vehement gekämpft hat wie es selbstverständlich nur ein Vater vemag, ins Haus seiner Frau zurück. In gebührend respektvollem Abstand betrachtet er die rührende Willkommensszene Tochter-fällt-Mum-schluchzend-in-die-Arme, und vom oberhalb gelegenen Hauseingang herab schauen Rays Ex-Schwiegereltern (und der neue Mann) gnädig, vergebend und segenstiftend auf das Geschehen herab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich tritt der todgeglaubte Sohn hinter den Großeltern hervor, kommt die Stufen herab und stürzt auf Ray zu - die Verbrüderungsszene zwischen zwei erwachsengewordenen Männern, die sich in die Augen schauen können, beschert uns endlich den Durchatmer, der uns mit brutaler Absicht den ganzen Film über vorenthalten worden ist. Ein kurzer Moment der Distanz noch, der scharfe Männerblick in die Augen, dann die Männerumarmung, kein weiches Ineinanderfallen, sondern ein kräftiges Einander-Packen  in Spielbergs Familienaufstellung findet schließlich jedes Familienmitglied seine ihm zubestimmte Position. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film darf enden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Spielberg lernt man: was zählt, ist die Familie, und nichts, wirklich nichts als die Familie zählt, das hat der Film zuvor bewiesen. Jedoch: die Familie muß erst in Ordnung kommen, anderenfalls droht das Chaos  auch das wusste uns der Film eindringlich mitzuteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau so ist es auch bei Hellinger: Ordnungen der Liebe nennt der Bert den Zustand, der jedem seinen Platz beschert - wo Innen, in der Familie, die Heimat ist, und wo das Aussen, das nicht-in-der-Familie-verankert-sein für das Individuum allenfalls temporär zu ertragen ist, bestenfalls als Qualifikationsrunde: eben für die Heimkehr in die Familie .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie übrigens zu hören ist, hat Hellinger in den USA mit seinen Family Constellation-Seminaren inzwischen einigen bemerkenswerten Zuspruch erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krieg der Welten&lt;br /&gt;
USA 2005</description>
    <dc:creator>JuergenD</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://juergendick.twoday.net/topics/Komm%2C+wir+geh%27n+ins+Kino...&quot;&gt;Komm, wir geh&apos;n ins Kino...&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 JuergenD</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-12T18:35:24Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://juergendick.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://juergendick.twoday.net/search</link>
</textinput>
<cc:License rdf:about="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/">
  <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Reproduction" />
  <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Distribution" />
  <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Notice" />
  <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Attribution" />
  <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/DerivativeWorks" />
  <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/ShareAlike" />
</cc:License>

</rdf:RDF>
